Ein Projekt der Aurelis

Anspruchsvolle Entwicklung mit modularem Städtebau


Ehrenfeld weiterbauen: Vielfältiger und ortsbezogener Städtebau

Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes soll ein gemischt genutztes Quartier mit urbaner Dichte und einem großen Wohnanteil entstehen, um an diesem Standort einen zukunftsweisenden städtischen Lebensraum zu gestalten. Das Wohnen soll neben den anderen Nutzungen für vielfältige Nutzergruppen und Lebensstile und in unterschiedlichen Finanzierungs- und Verfügungsformen - auch als öffentlich geförderter Wohnungsbau - mit Qualität realisiert werden.

Vernetzung, Durchwegung, Freiraum: Den versteckten Raum öffnen und anbinden
Lebendige und anspruchsvolle Standortentwicklung braucht räumliche Anbindung an das Umfeld. Die gegenwärtig noch versteckt liegende Fläche des Güterbahnhofs, die zudem künftig nach Süden von einer hohen Wand begrenzt sein wird, soll, wo immer es möglich ist, mit dem Stadtteil vernetzt werden. Dies gilt insbesondere für Fuß- und Radwegeverbindungen. Die Verknüpfung des neuen Quartiers mit der Stadt, speziell mit dem Viertel im Norden, aber auch nach Westen und Osten, ist Grundvoraussetzung dafür, dass das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs zu einem Bestandteil Ehrenfelds wird. Grundsätzlich angedacht ist eine Fuß- und Radwegeverbindung in Ost-West-Richtung.

Anspruchsvolle Standortentwicklung: Quartiersidentität durch qualitätvollen Stadtraum
Elementarer Bestandteil soll ein angemessener Anteil von Grünflächen und öffentlichem Raum werden, der dem Quartier Aufenthaltsqualität und eine unverwechselbare Identität als besondere Adresse verleiht.

Vielfältiges Nutzungsprofil: Ehrenfelder Urbanität als Adressbildung
Angestrebt wird am Standort eine Mischung von Nutzungen, die sowohl aus dem Bestand heraus und auch über eine neue, realistische Weiterentwicklung der „Ehrenfelder Urbanität“ eine besondere Adresse bildet. Dazu gehören neben den Bausteinen Wohnen und Gewerbe auch Bildung und – soweit möglich – Kultur und Kunst.

Integrierter Lärmschutz: Die „Ehrenfelder Wand“
Ein wirkungsvoller Lärmschutz (Immissionen der Bahn und der industriellen Metallverwertung im Süden) ist Grundvoraussetzung für die Entwicklung des neuen Quartiers. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand und als Ergebnis der Untersuchungen der Gutachter ist die wirkungsvollste Maßnahme hierfür eine ca. 11 m hohe und 650 m lange Lärmschutzanlage entlang der südlichen Grundstücksgrenze unterhalb des Bahndamms. Eine solche  „Ehrenfelder Wand“ ist jedoch nicht als rein technisches Bauwerk aufzufassen, sondern soll Bestandteil eines anspruchsvollen Gesamtkonzepts für das neue Quartier werden.

Wohnen, Mischung und Verträglichkeit: Neue Typologien im Großen und im Kleinen
Eine verträgliche Nachbarschaft von vielfältigen und unterschiedlich sensiblen Nutzungen, sowohl zu den Industrieunternehmen im Süden als auch auf der Fläche selbst, ist bei der Entwicklung des Standortes sicher zu stellen. Die Gestaltung dieser Nachbarschaft ist eine der wesentlichen Planungs- und Entwurfsaufgaben, die über einen einfachen städtebaulichen Entwurf für ein neues Stadtquartier hinausgeht. Eine besondere Entwurfsaufgabe besteht daher darin, städtebauliche und architektonische Typologien aufzuzeigen, die Wohnen und Gewerbe nebeneinander und in unmittelbarer Nachbarschaft einer Bahntrasse und eines Industriegebietes ermöglichen. Für die Umnutzung ehemaliger Gewerbeflächen in Wohnstandorte hat die Aufgabe somit Modellcharakter.

Bestandsqualitäten: Bestehende Nutzungen und Zwischennutzungen integrieren
Die vorhandenen Einrichtungen bieten neben der bestehenden Wohnbebauung vielfältige Entwicklungsansätze, die aufgegriffen und – soweit möglich – in die Konzepte und die Entwicklungsphasen integriert werden sollen. Die Rheinische Fachhochschule als qualitätvoller Campus bildet bereits einen anspruchsvollen ersten Baustein „Bildung“ mit Kooperationsbereitschaft und Wohnraumbedarf für Studierende. Die sozial-gewerblich-kulturelle Einrichtung “Jack in the Box“ ist mittlerweile identitätstiftend für den Standort Güterbahnhof Ehrenfeld. Die ehemalige Güterhalle im Nordosten stellt eine imagebildende bauliche Spur der Geschichte des Ortes dar, die – soweit wirtschaftlich darstellbar – erhalten und qualifiziert werden könnte. Die Kleingartenfläche im Nordwesten bietet große Vegetationsvielfalt, ist jedoch zugleich ein gut erschlossener Standort für eine Wohnnutzung. Dies würde Ersatzgärten im Stadtteil für die einzelnen Gartenpächter erforderlich machen.

Bauphasen und Realisierung in Bausteinen: Modularer Städtebau
Die Fläche wird in unterschiedlichen Bausteinen und Phasen entwickelt werden. Die einzelnen Module und Entwicklungsphasen können Erschließungsmaßnahmen, Nutzungseinheiten und Baufelder aufzeigen, die als schlüssige Projekte qualitätvoll realisiert werden können. Als Module werden somit nicht nur einfache, zeitlich definierte Bauphasen verstanden, sondern es sollen Stadtbausteine entworfen werden, die ein neues, vielfältiges Stück Ehrenfeld entstehen lassen.  

Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit
Die Entwicklungsziele, die Besonderheiten des lärmbelasteten und bisher kaum angebundenen Standortes sowie die Vorinvestitionen der Eigentümerin stellen hohe Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojektes. Insbesondere die bauliche Dichte und ein dazu in Relation stehender Erschließungsaufwand haben daher einer immobilienwirtschaftlichen Umsetzbarkeit unbedingt Rechnung zu tragen. Dies gilt auch für die einzelnen Teilräume und Entwicklungsschritte. Diese Maxime steht nicht in Widerspruch zur geforderten Qualität des Städtebaus, der Architektur und der Freiräume. Im Gegenteil. Urbane Dichte und ein anspruchvoller Städtebau müssen mit einer nachhaltigen immobilienwirtschaftlichen Realisierbarkeit in Einklang gebracht werden.






Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Datenschutzerklärung

OK