Ein Projekt der Aurelis

Aufgabenstellung, Programmbausteine und Entwurfshinweise für die Planer im Verfahren

Erwartet werden zukunftsfähige, wirtschaftlich umsetzbare Entwürfe, die mit dem Ort, den Entwicklungszielen und den bindenden Vorgaben, insbesondere zum Lärmschutz, kreativ umgehen. In der ersten Ideenphase und zur Zwischenpräsentation dienen die Konzepte und Entwürfe als eine Art städtebauliche Untersuchung zu der Frage, welche Nutzungs-, Bau- und Freiraumstrukturen auf der Fläche entwickelt werden können, wenn hier ein Mischgebiet mit Wohnen entstehen soll. Daher wurde kein detailliertes Nutzungsprogramm vorgegeben. Folgende Programmbausteine waren für die Planer zu beachten:

Erschließung
Das Plangebiet kann von der Vogelsangerstraße im Norden und vom Maarweg im Westen verkehrlich neu erschlossen werden. Die historische Zufahrt zum Güterbahnhof von Osten im Kreuzungsbereich der Bahnunterführung Vogelsangerstraße ist verkehrstechnisch problematisch und kann voraussichtlich nicht als vollwertige verkehrliche Erschließung, aber als Anknüpfung für eine Fuß-/Radwegeverbindung genutzt werden.

Bauliche Nutzung
Unter zwingender Berücksichtigung der Anforderungen an Lärmschutz und Eigentumswohnungsbau, von unterschiedlichen Investoren, Gesellschaften und Einzeleigentümern gebaut, darunter auch Baugruppen. Stichworte für die Typologien sind u.a.:
- Geschosswohnungsbau und andere Hausformen
- unterschiedliche Parzellierung („Stadt weiter bauen“)
- verschiedene Gebäude- und Erschließungstypologien
- vielfältiger Wohnungsmix
- „Wohnen und Arbeiten“

Der Wohnungsbau ist beispielhaft und strukturell im städtebaulichen Maßstab darzustellen (1:500). Verbindlich gefordert sind Vorschläge für den aktiven Lärmschutz. Für das Stellplatzkonzept ist von rd.1 Stpl / 90 qm BGF auszugehen.

Gewerbe
Das Plangebiet ist gemäß Standortuntersuchung für eine großflächige Büro- und Dienstleistungsnutzung nicht geeignet. Mögliche Nachfrager aus Umfeld und Stadtteil sind dagegen mittelständische Handwerksbetriebe, die sog. Kreativwirtschaft (Medien, Künstler, Architekten, Kulturschaffende). Ideen, Szenarien und Entwurfsbeiträge der Büros zu einer inhaltlichen Profilbildung des Gebietes als Gewerbestandort sind jedoch ausdrücklich gewünscht. Beispielhafte Darstellungen besonderer Gewerbetypologien im städtebaulichen Maßstab sind wesentlicher Bestandteil der Entwurfsaufgabe. Für das Stellplatzkonzept ist von rd. 1 Stpl / 70 qm BGF auszugehen. Sowohl für Wohnnutzungen als auch für Gewerbenutzungen sind Kfz-Stellplätze und Fahrradabstellflächen zu berücksichtigen.

Versorgung und Infrastruktur
Kindertagesstätte
Bei der Errichtung von mehr als 300 Wohneinheiten wird die Notwendigkeit zur Errichtung einer Kindertagesstätte seitens der Verwaltung geprüft.

Nahversorgung
Wegen der räumlichen Nähe zu den drei benachbarten „Zentralen Versorgungsbereichen“ (ZVB) Bezirkszentrum Ehrenfeld, Venloer Straße, dem Nahversorgungszentrum Ehrenfeld-West, Venloer Straße und dem Stadtteilzentrum Bickendorf, Venloer Straße sind großflächige aber auch kleinflächige Lebensmittelmärkte (Vollversorger und Discounter) bis unter 800 qm Verkaufsfläche laut Einzelhandels- und  Zentrenkonzept im Planungsgebiet nicht zulässig. Gewerbebetriebe mit untergeordneten Verkaufsstätten sowie kleine Lebensmittelfachgeschäfte wie Bäcker, Metzger oder auch ein Kiosk sind, wenn sie in die Wohnbebauung integriert werden, möglich.

„Kultur“
Neue öffentliche Kultureinrichtungen auf dem Gelände sind nicht geplant. Ideen und Standortvorschläge für private kulturelle Nutzungen, wohnverträglich und/oder im gewerblichen Bereich, sind erwünscht.

Bauliche Dichte, Geschossigkeit
Hierfür werden noch keine quantitativen Vorgaben formuliert. Eine kreative städtebauliche Interpretation des Begriffs „qualitätvolle urbane Dichte“ an diesem Standort im Stadtteil Ehrenfeld wird ebenso erwartet wie der angemessene Umgang mit einer vernünftigen Wirtschaftlichkeit für die zukünftigen Bebauung.

Freiflächen
Ein vernetztes Freiflächensystem ist als qualitativ hochwertiges Angebot im privaten wie im öffentlichen Bereich darzustellen. Dies bedeutet nicht zwingend einen hohen Flächenanteil. Auf das Freiflächendefizit im näheren Umfeld wird hingewiesen. Eine flächenmäßige Dimensionierung für das Plangebiet wird jedoch nicht vorgegeben, sondern ist Bestandteil des Entwurfs. Ein kreativer landschaftsarchitektonischer und freiraumplanerischer Umgang mit der „Ehrenfelder Wand“ ist zentraler Bestandteil der Aufgabenstellung.

Öffentliche Spielplatzflächen sind in die Freiraumgestaltung zu integrieren. Hierbei sind die Vorgaben der Spielplatzbedarfsplanung sowie die Spielplatzsatzung der Stadt Köln zu berücksichtigen.

Baulicher Lärmschutz – Vorgaben für die Entwürfe
Der Umgang mit dem Lärm ist zentraler Punkt der Aufgabenstellung. Die Konzepte müssen im Verfahren mit dem Gutacherbüro Peutz Consult auf ihre Tauglichkeit in Bezug auf die Lärmproblematik überprüft werden.




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